Papier schließt den Kreislauf
Verpackungen versprechen viel. Wiederverwertbar, kreislauffähig, umweltfreundlich – es gibt jede Menge Labels. Doch ein Versprechen zählt erst, wenn es auch eingelöst wird. Genau hier unterscheiden sich Papier und Kunststoff.
2024 landeten in Europa mehr als 70 Prozent aller Kunststoffabfälle auf Deponien, in Verbrennungsanlagen – oder in der Umwelt. Nur knapp ein Drittel gelangte wieder in den Kreislauf. Bei Papierverpackungen ist das Verhältnis umgekehrt: Mehr als 80 Prozent wurden wiederverwendet. Der Unterschied: Bei Kunststoff mangelt es nicht an gutem Willen, sondern an der Infrastruktur. Für Papier gibt es seit Jahrzehnten ausgereifte und optimierte Recyclinganlagen.
Testsieger Barrierepapier
Der Standard-Altpapierprozess zeigt, ob ein Material wirklich recycelbar im Sinne der Packaging and Packaging Waste Regulation PPWR ist. Ein Test mit zwei Nudelverpackungen macht das greifbar. Beim Verbundmaterial aus Kraftpapier und Polypropylenfolie werden 36 Prozent des Materials aussortiert und müssen entsorgt werden. Beim Barrierepapier sind es dagegen nur knapp sieben Prozent. Das bedeutet: 93 Prozent Wiederverwertbarkeit in einer konventionellen Recyclinganlage und Einstufung als Recyclingklasse B.
Altpapier ist ein wertvoller Rohstoff und kann bis zu 25-mal wiederverwertet werden.
2024
wiederverwertetquote
- Quelle: European Paper Recycling Council 2026
- Quelle: Plastics Europe 2026
White Paper zur Wiederverwertbarkeit
Was bedeuten die PPWR-Klassen A bis D und was heißt das für Markenverantwortliche? Antworten darauf und mehr zum Thema Papierverpackungen und Recycling gibt es im kostenlosen White Paper „Papier schließt den Kreislauf“.